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Nächste Projekte des "Oratorienchor Saarbrücken":

 

1. Dezember 2019, 17 Uhr

Ludwigskirche Saarbrücken

 

Festliches Adventskonzert mit Werken

 von Johann Sebastian Bach

 

Messe A-Dur (BWV 234)

Magnificat (BWV 243)

 

Konstanze Ruttloff (Sopran)

Judith Braun (Alt)

Eduard Wagner (Tenor)

Vinzenz Haab (Bass)

 

Saarländisches Barockensemble

 

Oratorienchor Saarbrücken

Leitung: KMD Annemarie Ruttloff

 

Abendkasse ab 16 Uhr, von 15 € bis 25 €

Vorverkaufskarten von 11:50 € bis 22,50 € (inklusive Vorverkaufsgebühr):

Musikhaus Knopp (Futterstr. 4, SB), Saarbrücker Zeitung (Eisenbahnstr. 33, SB)

Ticket Regional an allen Vorverkaufsstellen,

online (www.ticket-regional.de/oratoriensb)

oder telefonisch (Hotline: 0651 9790 777)

 Das Programm können Sie hier als PDF-Datei herunterladen.

Zur Messe in A-Dur

Die Messe enthält nur zwei der klassischen fünf Teile der Messe-Liturgie: Kyrie und Gloria.

Die anderen Teile wären das Credo, das Sanctus (mit Benedictus und Osanna) und Agnus Dei. Diese Teile fehlten übrigens auch im Originalentwurf der H-Moll-Messe, sie wurden von Bach erst später hinzugefügt.

Die Reduzierung auf Kyrie und Gloria macht es wahrscheinlich, dass diese Messe tatsächlich in einem Gottesdienst, statt in einem Konzert aufgeführt wurde. Man mag sich heute wundern, was eine lateinische Messe in einem lutherischen Gottesdienst zu suchen hatte. Schließlich unterschied sich doch der Gottesdienst Martin Luthers vor allem in der Nutzung der deutschen Sprache von den römischen Gottesdiensten. Der Aufbau des Gottesdienstes war ja sehr ähnlich, nur eben alles auf Deutsch - bis auf die griechischen bzw. hebräischen Teile wie „Kyrie“, „Halleluja“, „Amen“. „Halleluja“ und „Amen“ waren zu Luthers Zeit längst Teil der deutschen Sprache. Das „Kyrie“ dagegen wurde im Gottesdienst von der Gemeinde übersetzt und damit angeeignet: Der Chor/Kantor sang „Kyrie eleison“, die Gemeinde antwortete übersetzend: „Herr, erbarme dich!“

Die vom Chor gesungene Messe wurde nun auch in der lutherischen Kirche – gelegentlich, aber viel öfter, als heute angenommen – ganz auf Latein gesungen. Im Unterschied zur Gemeinde in der römischen Kirche wussten aber die lutherischen Gottesdienstbesucher, was die einzelnen Texte der Messe bedeuteten: Sie praktizierten sie ja an allen anderen Sonntagen auf Deutsch.

 

Zum Magnificat

Dieser Lobgesang, den der Evangelist Lukas Maria in den Mund legt, stammt eigentlich ganz woanders her: Lukas übernimmt ihn sinngemäß aus dem alttestamentlichen Buch 1. Samuel. Dort singt die Mutter des Propheten Samuel, nachdem ihr die Geburt eines Kindes mitgeteilt wurde, auf das sie lange hatte warten müssen: „Mein Herz ist fröhlich in dem Herrn...Der Bogen der Starken ist zerbrochen, und die Schwachen sind umgürtet mit Stärke. Die da satt waren, müssen um Brot dienen, und die Hunger litten, hungert nicht mehr….Der Herr macht arm und macht reich; er erniedrigt und erhöht. Er hebt auf den Dürftigen aus dem Staub...“

Das Magnificat hat also keinen direkten Bezug zu dem Christusgeschehen, das Lukas in seinem Evangelium schildert. Er hat es aber durch den von ihm geschaffenen Kontext zu einem Teil seiner Verkündigung gemacht. So passt es auch zu seiner Theologie, die sich am meisten von allen Evangelisten für die Ausgegrenzten und Benachteiligten einsetzt. Das Lied zielt auf die Umkehrung aller Verhältnisse: Oben wird unten und unten wird oben.

In diesem Sinne ist denn auch das Magnificat im 20. Jahrhundert vorwiegend ausgelegt worden. Dietrich Bonhoeffer schreibt: „Dieses Lied der Maria ist das leidenschaftlichste, wildeste, ja man möchte fast sagen revolutionärste Adventslied, das je gesungen wurde.“ Und Dorothee Sölle, die betont, dass Lukas das Lied ja wohl nicht zufällig einer Frau in den Mund gelegt habe, legt es für heute aus: „Die Herrschaft der Männlichen über die Weibchen wird ein Ende haben...“

                                                                                                                      Wilhelm Otto Deutsch

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Konzerte 2020 - in Vorbereitung

 

Ludwig van Beethoven

Christus am Ölberg (op. 85)

Oratorium für Soli, Chor und Orchester

 

Robert Schumann

Missa Sacra (op. 147)

Messe für Soli, Chor und Orchester

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Chorsänger und Chorsängerinnen mit Erfahrung im Chorsingen

und Freude an gemeinsamer musikalischer Arbeit sind herzlich willkommen.

Bei Interesse melden Sie sich bitte bei KMD Annemarie Ruttloff

per Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

oder telefonisch unter der Nummer 06805 - 22149 zum Vorsingen an.

 



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