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Pressestimmen Oratorienchor:

 

Saarbrücker Zeitung online

13. November 2017 | 20:21 Uhr

Konzertkritik

Der Oratorienchor überzeugt mit Brahms-Requiem

Saarbrücken. Von Traudl Brenner Von Traudl Brenner

Abend. Dunkel. Kalt. Es regnet. Ob da die Musikfreunde lieber daheim bleiben? Kurz vor acht geht man zur Ludwigskirche, kommt rein – und alle Plätze sind schon besetzt. Das mag am Stück liegen–- das „Deutsche Requiem“ von Brahms ist halt beliebt. Aber vor allem hat wohl der Saarbrücker Oratorienchor gelockt. Bei dem geht’s nie träge zu. Die Leidenschaft der Chefin Annemarie Ruttloff – studierte Kirchenmusikerin, Musikwissenschaftlerin und Theologin, ausgezeichnet mit der Bundesverdienstmedaille, außerdem von der Landeskirche mit dem Titel „Kirchenmusikdirektorin“ ausgestattet – überträgt sich auf ihr Ensemble. Und das Publikum wird mitgerissen.

So war das auch diesmal.Die Sänger, die Musiker der „Deutschen Radio-Philharmonie Saarbrücken-Kaiserslautern“, die Sopranistin Konstanze Ruttloffund der Bariton Markus Matheis – alle haben den Weg zueinander gefunden, von Anfang an. Glasklar, präzise, mit vollem Einsatz. Und wenn manchmal bei den hohen Stimmen leichtes Klirren zu hören war, hatte das nichts mit den Sängern zu tun, sondern mit der Ludwigskirche – die hat ihre akustischen Tücken, je nachdem, wo man sitzt. Daran konnte auch die Renovierung nichts ändern.

Insgesamt 65 Sänger und Sängerinnen hat der ökumenische Oratorienchor, den es bereits seit 30 Jahren gibt. Und es sind – erstaunlich heutzutage – auch junge Leute dabei. Das hängt damit zusammen, dass die rührige Chefin lange auch Kinderchöre geleitet hat – und die Kleinen von damals sind ihr treu geblieben. Tatsächlich gibt es auch mehrere Chormitglieder, die längst das Saarland verlassen haben und aus entlegenen Ecken angereist kommen – aus Luxemburg, Frankreich, sogar aus Darmstadt. Deshalb wird nicht nur jeden Dienstag geprobt, sondern auch öfter über ganze Wochenenden – dann können auch die „Entfernten“ mitmachen. Und dann wird geprobt bis zum Umfallen – und alle fahren erschöpft und glücklich wieder nach Hause.

Einmal im Jahr gibt’s dann den ganz großen Auftritt – wie jetzt. Acht Monate ist dafür geprobt worden.

Und wie finanziert sich all das? Sänger und Chefin schlagen nicht zu Buche, aber trotzdem entstehen viele Kosten. Vor allem die Musiker und engagierte Solisten müssen finanziert werden. Da hilft der 1996 gegründete Förderverein. Dessen Vorsitzender ist der Püttlinger Arzt Franz Meyer. Und der Verein sammelt zudem erfolgreich Spenden, damit so große Brocken wie das wunderbare Brahms-Requiem in der Saarbrücker Ludwigskirche gestemmt werden können.

Davon können andere Chöre nur träumen – die meisten haben keinen Nachwuchs – und kein Geld. So sieht es für die Zukunft der Kirchenmusik insgesamt hierzulande nicht gut aus.

Nur Positives also zum Oratorienchor Saarbrücken. Beim Brahms-Requiem – vorgetragen wurde auch noch das „Schicksalslied“ nach „Hyperion“ von Hölderlin - hat das Publikum erst aufgehört zu klatschen, als die Chefin den Zuhörern „guten Heimweg“ wünschte. Was hätte man auch sonst nach diesem Programm machen sollen?

Eine Zugabe? Undenkbar!

 

 

Saarbrücker Zeitung online

9. November 2017 | 20:19 Uhr

Jahreskonzert des Oratorienchors Saarbrücken

Oratorienchor singt Brahms’ Deutsches Requiem 

 

Saarbrücken. „Mich hat dieses Requiem ergriffen, wie noch nie eine Kirchenmusik.“ Diese Worte Klara Schumanns, im Tagebuch nach der Uraufführung des Deutschen Requiems im Bremer Dom am 10. April 1868 notiert, stehen stellvertretend für den ungeteilten Zuspruch, den das Werk beim Publikum fand und bis heute findet.

An diesem Samstag, 11. November, 20 Uhr, kann man es in der Saarbrücker Ludwigskirche hören. Denn da gibt der Oratorienchor Saarbrücken sein großes Jahreskonzert.

Auf dem Programm des Konzerts unter Leitung von Annemarie Ruttloff steht von Johannes Brahms neben dem Schicksalslied, op,. 54, eben das Deutsche Requiem, op. 45. Solisten sind die Sopranistin Konstanze Ruttloff und der  Bariton Markus Matheis. Der Oratorienchor wird von Musikern der Deutschen Radiophilharmonie begleitet.

Eröffnet wird das Konzert mit dem „Schicksalslied“, einer groß angelegten chorsymphonischen Vertonung des gleichnamigen Gedichts aus Friedrich Hölderlins Briefroman „Hyperion“.

Eintrittskarten zum Preis von 11,50 Euro bis 22,50 Euro sind erhältlich im u.a. bei allen Ticket Regional Vorverkaufsstellen (www.ticket-regional.de). An der Abendkasse (ab 19:00 Uhr) kosten die Karten zwischen 15 und 25 Euro. 

 

 

Saarbrücker Zeitung, 14. Dezember 2016

Saarbrücker belohnen "Weihnachtsoratorium" mit Standing Ovations

 

Der Andrang war groß am Sonntag in Maria Königin auf dem Saarbrücken Rotenbühl, als der Oratorienchor Saarbrücken zum "Weihnachtsoratorium" von Johann Sebastian Bach anstimmte. Unterstützt wurde er von den Instrumentalisten des Saarländischen Staatsorchester (SST)

Saarbrücken. Johann Sebastian Bachs „Weihnachsoratorium“ ist wohl das beliebteste kirchenmusikalische Werk überhaupt: In der Adventszeit wird es landauf landab gesungen, Tonträger mit den 1734/35 uraufgeführten Kantaten verkaufen sich alle Jahre wieder prächtig. Kein Wunder, dass am Sonntag der Andrang in Maria Königin auf dem Rotenbühl groß war; hier wurde zugunsten von Unicef musiziert.

 

 

Zunächst für die Kinder

Nach einer kindgerechten Kurzfassung des Weihnachtsoratoriums am Nachmittag gabs anschließend das Original (Kantaten I bis III) für die Erwachsenen. Der Oratorienchor Saarbrücken war das Kommen wert: Das Großensemble empfahl sich mit einem ebenso fülligen wie ausgewogenen und angenehm konturierten Klangbild. Mit glücklicher Hand für die passenden Tempi ermöglichte die Leiterin Annemarie Ruttloff ein natürliches Sich-Aussingen und rückte die illusteren Bach-Choräle in ein angemessenes Licht. In gediegenem Einvernehmen funktionierte das Miteinander mit dem tadellos aufspielenden Ensemble aus Instrumentalisten des Saarländischen Staatstheaters (SST) – und in der Eröffnungs-Sinfonia des zweiten Oratorienteils animierte Ruttloff die staatsorchesterlichen Musiker zu atmenden Kantilenen. Nicht ideal waren freilich die akustischen Gegebenheiten in Maria Königin, wo eine komplette Seitenwand des Kirchenschiffs wegen Renovierungen mit einer Plane abgedeckt war.

 

Getrübter Klang weit hinten

Vielleicht mag es damit zusammenhängen, dass namentlich die weiblichen Solostimmen nicht immer deutlich vernehmbar bis zu den hinteren Sitzreihen vordrangen. Dabei unterstrichen Anne-Kathrin Fetik (Sopran) und Judith Braun (Alt) intime Vertrautheit mit den Partien und boten überzeugende Leistungen. Eine solide Wahl war auch Bernhard Gärtner (Tenor), der im Lauf des Abends stetig an Lockerheit zulegte und als Evangelist den Bibeltext mit klarer Diktion an den Hörer brachte. Primus inter pares war Vinzenz Haab (Bass): Ob Rezitative oder Arien, Haab sang mühelos kraftvoll – einfach souverän! Die starke Gesamtvorstellung wurde mit Ovationen honoriert. Als Dank erklang das unsterbliche „Jauchzet, frohlocket!“ schließlich nochmal als Zugabe.

                                                                         uhr

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Oratorienchor Saarbrücken

von Monika Jungfleisch

veröffentlicht in der Zeitschrift „FORUM“ am 2. Dezember 2016

„Ein hoher künstlerischer Anspruch, eine begnadete Chorleiterin und liebe musikbegeisterte Menschen unterschiedlichen Alters sind für mich das Besondere am Oratorienchor Saarbrücken." Das sagt Dr. Franz Meyer aus Köllerbach, der schon in vielen Chören gesungen, hat, aber seit 12 Jahren in keinem anderen Chor als dem Oratorienchor Saarbrücken mitsingen möchte, „solange es meine Stimme hergibt." „Ich mag besonders die mit Humor und menschlicher Wärme gepaarte professionelle Motivation durch unsere Chorleiterin, die uns zu Höchstleistungen anspornt. Der Chor ist für mich dank langjähriger Freundschaften mit anderen Chormitgliedern zu meiner musikalischen Heimat geworden." Das sagt Sabine Trennheuser aus Wadgassen, die seit 38 Jahren unter der Anleitung von Annemarie Ruttloff erst in der musikalischen Früherziehung, dann in den Vorgängerchören des Oratorienchors singt.

Zwei Stimmen, die beide mit ihren Worten beschreiben, was Freunde anspruchsvoller Chormusik mit dem „Oratorienchor Saarbrücken" verbinden, nämlich Chormusik auf höchstem Niveau, gesungen von ambitionierten Laien mit langjähriger Chorerfahrung, Chorleitern, Kirchen- oder Schulmusikern, geleitet von der renommierten Kirchenmusikdirektorin Annemarie Ruttloff.

Das 1985 gegründete Ensemble versteht sich als ökumenischer und überregionaler Projektchor. "Unsere rund 65 Sängerinnen und Sänger kommen aus dem ganzen Saarland und dem benachbarten Frankreich. Die meisten singen schon seit Jahrzehnten bei mir, viele sogar seit Kinderchortagen", erzählt Chorleiterin Annemarie Ruttloff. „Der Chor ist aus der Bübinger Kantorei und der Kantorei des Kirchenkreises Saarbrücken erwachsen. Im Mittelpunkt steht die Aufführung oratorischer Werke. Jährlich veranstalten wir Oratorienkonzerte im Saarland und der Saar-Lor-Lux-Region." Fünf Chöre hat Annemarie Ruttloff in ihrer 42-jährigen Dienstzeit als Kirchenmusikerin und Kreiskantorin gegründet und geleitet vom Kinderchor bis zum Oratorienchor.

Die Begeisterung für ihre Arbeit mit den Sängern und ihr hoher Anspruch an die Chormitglieder hört man bei der 68-jährigen gebürtigen Idar-Obersteinerin aus jedem Satz heraus. „Ich sehe mich in erster Linie als Chorerzieherin und nicht nur als Chorleiterin. Jede meiner Chorproben beginnt mit einer Stimmbildungseinheit und einer Stimmpflege von mindestens 15 bis 20 Minuten. Beides hat bei mir Priorität. Erst danach setze ich die Probenarbeit am jeweiligen Werk fort. Aus meiner über 40-jährigen Chorleitertätigkeit weiß ich, dass nur durch ernsthafte musikalische Arbeit respektable Leistungen zu erzielen sind."

Ein hoher Maßstab, der sich in vielen Ehrungen für Annemarie Ruttloff niederschlug. So wurde ihr wegen ihrer Verdienste um eine qualifizierte, über den Kirchenkreis hinausstrahlende Kirchenmusik - insbesondere Chormusik - 1999 die Bundesverdienstmedaille und 2005 von der evangelischen Kirche im Rheinland der Titel „Kirchenmusikdirektorin" verliehen.

Auch bei den Sängerinnen und Sängern genießt die studierte Theologin, Kirchen- und Schulmusikerin höchste Anerkennung. „Ich spüre, wie mir das Singen im Oratorienchor - gerade nach einem anstrengenden Arbeitstag - Kraft gibt für den Alltag," so der Köllerbacher Allgemeinmediziner Dr. Franz Meyer. „Sie lehrt uns nicht nur das Singen der geistlichen Werke, sie zeigt uns auch die geschichtlichen und theologischen Hintergründe auf, in denen die Werke entstanden sind. Damit sensibilisiert sie den Chor für die Texte und die musikalische Gestaltung. So fällt es mir leichter, z.B. hasserfüllte Steinigungs- oder erhabene Erlösungsszenen stimmlich zum Ausdruck zu bringen," sagt die 42-jährige Apothekerin Sabine Trennheuser.

Kein Wunder, dass der Oratorienchor selbst sich über unzählige Auszeichnungen freuen kann. Die Liste der Lobgesänge auf den Oratorienchor Saarbrücken ist lang. Mal werden seine „gepflegte und nuancenbewusste Interpretationsweisen" gerühmt, mal seine „farbige Harmonik", mal das „perfekte Verschmelzen von Technik und künstlerischem Gehalt".

In diesem Jahr singt der Oratorienchor das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach. Es ist das wohl populärste aller geistlichen Vokalwerke des Leipziger Thomaskantors und zählt zu seinen berühmtesten geistlichen Kompositionen. In der Adventszeit ist es eines der meistgesungenen Werke.

Wenn sich am kommenden Sonntag, 11. Dezember, der Oratorienchor Saarbrücken anschickt, das Werk zugunsten der UNICEF-Flüchtlingshilfe in der katholischen Kirche Maria Königin auf dem Rotenbühl aufzuführen, können sich die Zuhörer gleich auf zwei besondere Vorstellungen freuen. Denn zusätzlich zu dem Benefizkonzert für Erwachsene hat der Oratorienchor auch eine Aufführung für Kinder einstudiert.

Die kindgerechte Fassung des Weihnachtsoratoriums dauert eine knappe Stunde, ist geeignet für alle Kinder ab vier Jahren und enthält die wichtigsten und anschaulichstenPassagen aus dem Originalwerk. SR-Sprecher Bert Linnemann wird als Hirte die kleinen Zuhörer in die Geschichte rund um die Geburt Jesu Christi mitnehmen.

Zu hören sind in beiden Konzerten die Solisten Anne-Kathrin Fetik (Sopran), Judith Braun (Alt), Bernhard Gärtner (Tenor), Vinzenz Haab (Bass), der Oratorienchor Saarbrücken und Musiker des Saarländischen Staatstheaters.

Die Zusammenarbeit mit bekannten Solisten und Profimusikern des Staatstheaters und der Radiophilharmonie gehört zu den Besonderheiten des Oratorienchors, der fast alle größeren Oratorien bereits aufgeführt hat, ebenso Messen, Kantaten, Passionen und Requien von Bach, Händel, Mozart, Dvorak, Beethoven, Brahms, Mendelssohn, um nur einige zu nennen.

Lampenfieber, wie viele Künstler ihre Grundstimmung vor einer Aufführung nennen, hat Annemarie Ruttloff nicht. „Ich bin in gespannter Erwartung, und freue mich auf die Aufführung. Die Chorsänger sind optimal vorbereitet. Jeder beherrscht seine Stimme." Mit dieser Sicherheit im Herzen lässt sich fröhlich singen.

Infokasten:

Am 3. Adventssonntag, 11. Dezember 2016, führt der Oratorienchor Saarbrücken in der katholischen Kirche Maria Königin auf dem Rotenbühl, Kohlweg 44, in Saarbrücken um 15 Uhr das Weihnachtsoratorium für Kinder und um 17 Uhr das Weihnachtsoratorium BWV 248, Kantaten 1-111, auf.

Karten für das Kinderkonzert an der Tageskasse ab 14.30 Uhr, Kinder 3,- €‚ Erwachsene 5,-€

Kartenvorverkauf für das Konzert um 17 Uhr: Im SR-Shop im Musikhaus Knopp, Futterstr. 4, Saarbrücken, bei der SZ, Eisenbahnstr. 33, Saarbrücken, unter www.proticket.de und allen Proticket-Vorverkaufsstellen zum Preis von 15 Euro (plus VVV-Gebühr) sowie an der Tageskasse ab 16 Uhr um Preis von 20 Euro. Weitere Informationen unter www.oratorienchorsaarbruecken.de

 

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Saarbrücker Zeitung

Dienstag, 4. Oktober 2016

Kirche voll,

Mozart toll,

Zuhörer glücklich

 

Der Saarbrücker Oratorienchor führte in der vollbesetzten Christkönig-Kirche Mozarts c-Moll- Messe auf. Es wurde ein Fest für die Sänger und fürs Publikum.

Von SZ-Mitarbeiterin

Traudl Brenner

Saarbrücken. Freude für Auge, Ohr und Gemüt: Mozarts c-Moll- Messe, KV 427, am Sonntag in der Christkönig-Kirche: Fürs Auge, weil in diesem großen, farbenfroh leuchtenden Altarraum auf den Stufen Chor und Orchester schon mal optisch gut zur Geltung kamen. Fürs Ohr, weil diese wunderbare Musik auch wunderbar gespielt und gesungen wurde - und fürs Gemüt sowieso. Da stimmte alles, und Annmarie Ruttloff, die Chorleiterin, hatte, mit ruhiger Gestik ihr Ensemble fest im Griff: Den Saarbrücker Oratorienchor,- gemischt aus Berufsmusikern und Laien, den es seit 30 Jahren gibt, die Musiker des Staatstheaters und dazu die vier Solisten.

Diese Messe, 1781/82 komponiert, ist wohl die beliebteste und erregendste der zahlreichen Mozart-Messen - und die mit der nettesten Geschichte: Mozart hat sie ja für seine Liebste geschrieben, für Constanze, die Sängerin, die kurz darauf seine Frau wurde - und die auch bei der Uraufführung 1783 in Salzburg die sehr anspruchsvolle große Sopran-Partie sang, die das ganze Werk dominiert. Diese Aufgabe hatte in Saarbrücken Staatstheater-Star Elizabeth Wiles. Und sie hat sie mit Bravour gemeistert. Herausragend: „Et incarnatus est" - Engelsstimme, Blasinstrumente, liebliches Zusammenspiel.

Als zweiter Sopran war Konstanze Ruttloff dabei, die Tochter der Dirigentin, dazu Tenor Karl-Martin Unrath und der Bassbariton Christian Heib. Den Abend eröffnet hatte Werner Grothusmann, Regionalkantor im BistumTrier, an der viermanualigen Orgel der Christkönig-Kirche mit Präludium und Fuge h-Moll von Johann Sebastian Bach. Annemane Ruttloff, viele Jahre Kantorin im Kirchenkreis Saarbrücken und eigentlich längst im Ruhestand, leitet - weiterhin sowohl den Oratorienchor als auch das Vokalensemble Cantabile ehrenamtlich - hoffentlich noch lange.

Viel Beifall in der vollbesetzten Kirche - und man hätte auch gern noch weitergeklatscht: Aber da haben sich die Akteure, mit Blümchen beschenkt, schon von dannen gemacht.

 

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... „Der Oratorienchor, dessen gepflegte und nuancenbewusste Interpretationsweise schon oft zu Recht gerühmt wurde, bestand selbstbewusst und intonationssicher Arnold Mendelssohns technisch schwierige „Seligpreisungen“, die mit farbiger Harmonik überraschten.“

 

SZ vom 11.11.08 zum Mendelssohn Programm

(Felix & Arnold Mendelssohn und Fanny Hensel geb. Mendelssohn)

 

... „Eine ausgefeilte Interpretation auf anspruchsvollstem Niveau. ... Rein intonierende Stimmen, die in allen Lagen wunderbar phrasierend höchste Qualitätsnormen erfüllen. Ruttloffs Kunstanforderungen trugen angenehm hörbare Früchte.“

SZ vom 19.11.07 zur H-Moll Messe von J. S. Bach

 

... „Schubert erlebte die Aufführung seiner Messe in Es-Dur nicht mehr, aber an der Leistung des Oratorienchors hätte er seine Freude gehabt. Stimmbildnerisch wurde hervorragende Arbeit dokumentiert. Den warm timbrierten Chorstimmen gelangen die Dramatik der Partitur mit einer breiten Palette an Ausdrucksmöglichkeiten nachzuzeichnen und das Visionäre an Schuberts Musik herauszuarbeiten.“

SZ vom 14.11.06

 

Die Aufführung von Schuberts Es-Dur Messe, die „von allen Chören wegen ihrer technischen Schwierigkeiten gefürchtet und daher recht selten aufgeführt“ wird, war „eine ergreifende Interpretation, die sowohl das kleine, unwichtig scheinende Detail als auch den großen Atem zu ihrem Recht kommen ließ. Das Entscheidende bei dieser musikalischen Höchstleistung war die lückenlose geistige Durchdringung der Komposition. Deshalb war der Gesamtcharakter stimmig, Technik und künstlerischer Gehalt verschmolzen perfekt. Ein rundes Musikerlebnis, das mit viel Beifall belohnt wurde.“

Sonntagsgruß im November 2006

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